• Image of Max Stirner
  • Image of Max Stirner
  • Image of Max Stirner
  • Image of Max Stirner
  • Image of Max Stirner

Das unwahre Prinzip unserer Erziehung
Gedanken zur Erziehung zwischen Nominalismus und Realismus
von Max Stirner
20 Seiten, 17 x 23 cm
ISBN 978-3-939240-26-6
Mit zwei Linolschnitten
von Klaus Lubert

Prolog
Weil unsere Zeit nach dem Worte ringt, womit sie ihren Geist ausspreche, so treten viele Namen in den Vordergrund und machen alle Anspruch darauf, der rechte Name zu sein. Auf allen Seiten zeigt unsere Gegenwart das bunteste Parteiengewühl, und um den verwesenden Nachlass der Vergangenheit sammeln sich die Adler des Augenblicks. Es gibt aber der politischen, sozialen, kirchlichen, wissenschaftlichen, künstlerischen, moralischen und anderer Leichnahme überall eine große Fülle, und ehe sie nicht alle verzehrt sind, wird die Luft nicht rein und der Atem der lebenden Wesen bleibt beklommen.

Ohne unser Zutun bringt die Zeit das rechte Wort nicht zu Tage; wir müssen alle daran mitarbeiten. Wenn aber auf uns dabei so viel ankommt, so fragen wir billig, was man aus uns gemacht hat und zu machen gedenkt; wir fragen nach der ERZIEHUNG, durch die man uns zu befähigen sucht, die Schöpfer jenes Wortes zu werden. Bildet man unsere Anlage, Schöpfer zu werden, gewissenhaft aus, oder behandelt man uns nur als Geschöpfe, deren Natur bloß eine Dressur zulässt?
Diese Frage ist so wichtig, als es eine unserer sozialen nur irgend sein kann, ja sie ist die wichtigste, weil jene auf dieser letzten Basis ruhen.
Seid etwas Tüchtiges, so werdet ihr auch etwas Tüchtiges wirken; sei "jeder vollendet in sich", so wird eure Gemeinschaft, euer soziales Leben, auch vollendet sein. Darum kümmern wir uns vor allem darum, was man aus uns macht in der Zeit unserer Bildsamkeit;
DIE SCHULFRAGE IST EINE LEBENSFRAGE